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    Wie kommt man auf die Idee Unkräuter zu essen?

Mittwoch, 3. Mai 2017

Wildkräuterspaziergang


Beim ersten Wildkräuterspaziergang in diesem Jahr hatten wir großes Glück mit dem Wetter. Nach anfänglichem Regen strahlte wenig später die Sonne und wir konnten trockenen Fußes etliche Frühlingskräuter entdecken. Darunter auch die Knoblauchsrauke, die sich sehr gut im Wildkräuterpesto macht.

Zum nächsten Wildkräuterspaziergang starten wir dann am Dienstag, 23. Mai, 18.30 Uhr.

Wildkräutersuppe


Bei der Zahl 9 handelt es sich um die magische Zahl der Erneuerung. So können wir mit einer grünen Suppe aus 9 heimischen Wildkräutern unserem Körper etwas Gutes tun. Und gut schmeckt sie sowieso.

Zutaten für 4 Personen:

4 Handvoll von 9 Wildkräutern,
besonders viel Brennnessel, Bärlauch, Spitzwegerich und Giersch, außerdem Löwenzahn, Taubnessel, Schafgarbe und Gänseblümchen sowie wenig Gundermann
1 große Zwiebel
1/2 Knollensellerie
2 Möhren
etwas Weißwein nach Belieben
1 l Wasser
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Wildkräuter waschen und eventuell die Stängel entfernen. (Beim Giersch nicht nötig)
Sellerie, Möhren und Zwiebel waschen und schälen und dann grob würfeln.

Das Öl in einem großen Topf erhitzen, das Gemüse darin glasig dünsten. Nach Belieben mit einem "Schluck" Weißwein ablöschen.
1 Liter heißes Wasser zugeben und alles bei mittlerer Hitze garen, bis das Gemüse weich ist.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Erst zum Schluss werden die Kräuter zugegeben, untergerührt und alles möglichst in einem starken Mixer püriert. Notfalls tut es auch der Pürierstab, dann die Kräuter vorher grob hacken.


Donnerstag, 20. April 2017

Wildkräuterspaziergang



Zum ersten Wildkräuterspaziergang in diesem Jahr treffen wir uns am Donnerstag, den 27.04.17, 17.00 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem Parforcehaus.
Bei hoffentlich schönem Wetter werden wir ungefähr 1,5 Stunden die verschiedenen Wildkräuter des Frühjahrs entdecken.

Freitag, 14. April 2017

Bärlauchrisotto

Ich koche unseren Risotto nach dem Rezept aus dem Kochbuch "Vegetarische Verführungen" von Udo Einenkel. Er empfiehlt Vollkorn-Risottoreis der Sorte Arborio, weil er "fantastico cremig" wird. Und das stimmt.
Leider mag in unserem Bioladen niemand außer mir diesen Reis kaufen. Vollkorn beim Brot, das ist in Ordnung aber bei Nudeln oder Reis - das geht nicht, das schmeckt doch nicht. Also habe ich für den Bioladen ein paar Zeilen über den Wert des vollen Korns auch beim Reis geschrieben:
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Das Reiskorn wird genau wie Getreidekörner von einer Schale umgeben, die aus mehreren Schichten besteht und beim Reis Silberhäutchen genannt wird.

Im Silberhäutchen und im Keimling befinden sich die meisten Vitalstoffe des Reiskorns, wie Vitamine, besonders B-Vitamine, Mineralstoffe, Faserstoffe (Ballaststoffe), hochwertige Fette und Eiweiße.

Um den meistverkauften „weißen“ Reis herzustellen, wird das Silberhäutchen mit Hilfe einer Maschine vom Korn getrennt. Anschließend werden die Körner mit Glucose und Talkum poliert, damit die weiß wirken.

Der Reis büßt durch das Polieren einen Großteil seiner Vitalstoffe ein, besonders die wertvollen B-Vitamine, wie das für den Kohlenhydratstoffwechsel notwendige Thiamin (Vitamin B1). Übrig bleibt das "weiße" Reiskorn, das hauptsächlich Stärke enthält.

- Naturreis versorgt uns von „Natur aus“ mit wichtigen Vitalstoffen.
- Naturreis bietet ein anderes Aroma und ein besonderes Geschmackserlebnis.
- Naturreis wirkt sich günstiger auf den Blutzuckerspiegel aus als geschälter Reis.

Auch für den beliebten Risotto kann ohne Weiteres Naturreis verwendet werden. Die Zubereitung erfolgt wie bei poliertem Reis, lediglich die Kochzeit verlängert sich auf ca. 50 bis 60 Minuten.
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Ich hoffe weiter, dass auch andere Reis-Fans zur Vollkornvariante greifen. Dann muss ich "meinen" Arborio Vollkornreis nämlich nicht mehr extra bestellen.

Risotto

2 Portionen



25 g Butter

3 EL Olivenöl

250g Vollkorn-Risottoreis Arborio

25 g Schalotten, geschält und fein gehackt

125 ml Weißwein

600 ml Gemüsefond, ungesalzen oder wenig gesalzen

50 g Parmesan, gerieben

Salz, Pfeffer

Butter

evtl. fein geschnittene Kräuter wie Basilikum oder Bärlauch


Butter und Olivenöl zusammen in einem Topf erhitzen. Den Reis dazugeben. Ca. 2 Minuten bei geringer Hitze dünsten, aber nicht braun werden lassen.

Schalotten dazugeben. Weitere 2 Minuten dünsten. Mit dem Weißwein ablöschen.

Wenn der Wein vom Reis aufgenommen wurde, ein Drittel des heißen Gemüsefonds unterrühren. Im offenen Topf bei geringer Hitze köcheln lassen, dabei häufig rühren.

Jeweils ein Drittel des Fonds in den Reis geben, wenn der Fond ganz vom Reis aufgenommen ist. Dabei häufig rühren. Ist der Gemüsefond verbraucht, sollte der Risotto cremig sein. Ist er das nicht, noch etwas Gemüsefond hinzugeben und einkochen lassen.

Parmesan unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nach Wunsch Kräuter und Butter unter den Risotto rühren.

Info: Vollkornreis hat eine längere Kochzeit als der geschälte Reis. Rechnen Sie mit ca. einer Stunde.

Mittwoch, 5. April 2017

Brennnessel-Eis




Brennnessel-Eis

Letzte Woche bekam ich zum Geburtstag das neue Buch "Die Waldapotheke" von Dr. Markus Strauß geschenkt. Es ist sehr schön geschrieben mit etlichen tollen Rezepten und Anregungen. Heute habe ich eines getestet, das Brennnessel-Eis. Es ist cremig, fruchtig säuerlich und sehr gut.

Da ich die Mengenangaben verändert habe, ist hier nun das Rezept:



60 g Cashew-Kerne
60 g Eiswürfel
200 g Bananen, in Stücken eingefroren

30 g Brennnessel-Triebspitzen
2 EL Zitronensaft
2 Messerspitzen gemahlene Vanille

Zuerst die gefrorenen Zutaten mit den Cashew-Kernen im Hochleistungsmixer grob zerkleinern.
Dann Brennnessel, Zitronensaft und Vanille zugeben und alles zu einer cremigen Masse pürieren.
Nach Wunsch mit essbaren Blüten verzieren.

Donnerstag, 30. März 2017

Roggenmischbrot







Roggenmischbrot

Weizensauerteig
190 g Weizen, fein gemahlen
160 g Wasser
20 g Weizensauerteig-Anstellgut

Autolyse-Teig
90 g Weizen, fein gemahlen
60 g Wasser

Hauptteig
Weizensauerteig
Autolyse-Teig
400 g Roggen, fein gemahlen
300 g Wasser
5 g Frischhefe
15 g Salz

Die Zutaten für den Sauerteig mischen und über Nacht oder 10 bis 12 Stunden in der warmen Küche reifen lassen. Der Sauerteig ist dann von Blasen durchsetzt.

Der Autolyse-Teig wird gemischt und 30 Minuten abgedeckt stehen gelassen.

Für den Hauptteig werden alle Zutaten in einer großen Schüssel gemischt. Der Teig muss nicht lange geknetet werden, weil er eine lange Ruhezeit zum Quellen spendiert bekommt.

2 Stunden soll der Teig luftdicht abgedeckt in der warmen Küche gehen. Alle 30 Minuten wird der Teig in der Schüssel mit der Teigkarte gefaltet. Das heißt, man fährt mit der Teigkarte am Schüsselrand unter den Teig, zieht ihn etwas hoch und legt ihn zur Mitte über den restlichen Teig. Dabei dreht man die Schüssel bis der gesamte Teig gefaltet wurde.

Nach 2 Stunden wird der Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchgeknetet und in eine gefettete Kastenform gesetzt.

30 bis 40 Minuten sollte der Teigling jetzt nochmals bis zur vollen Gare gehen.

Den Backofen auf 250°C vorheizen, die Oberfläche des Teiglings mit Wasser besprühen und die Form in den Ofen schieben.

Backzeit: 50 Minuten, nach 10 Minuten Ofentür weit öffnen um den Dampf abzulassen und die Temperatur auf 200°C senken.


Aus: Brotbackbuch Nr. 1 von Lutz Geißler,  vollwertig umgebaut

Donnerstag, 23. März 2017

Wildkräuterpesto




Pesto - ob auf Nudeln oder als Brotaufstrich, wir lieben es. Besonders gut schmeckt uns diese Variante mit Wildkräutern.

Wildkräuterpesto

25 g gemischte Wildkräuter (Giersch, Bärlauch, Brennessel, Löwenzahn, Gundermann, Schafgarbe)   sowie einige Blätter Basilikum
65 g Cashew-Kerne, ungesalzen
1/4 - 1/2 Teel. Salz, ohne Zusätze
50 g Olivenöl, nativ

Die Kräuter werden gründlich gesäubert, aber bitte nicht im Wasser liegen lassen.
Dann mit einem Küchentuch trocken tupfen und zusammen mit den Nüssen in einem geeigneten Mixer gut zerkleinern. Jetzt müsst ihr noch Salz und Öl zugeben und alles nochmals bis zur gewünschten Konsistenz mixen. Das geht recht flott, Vorsicht, es wird schnell Brei. Ich mag das Pesto lieber etwas stückig. Zum Aufbewahren füllt ihr es in ein kleines Schraubglas und bedeckt es mit etwas Olivenöl. Im Kühlschrank hält es sich ein paar Tage. Allerdings ist es auch ganz rasch aufgegessen ...